Offener Ernährungsdatensatz

Ernährungsdatensätze sind eine wichtige Grundlage für die Ernährungsberatung, für die Prävention und für die medizinische Diätetik, beispielsweise bei chronischen Krankheiten. Viele Ernährungsdatensätze sind jedoch inkonsistent.

Ernährungsdatensätze liefern eine wissenschaftlich fundierte Grundlage, um Nährstoffbedarfe zu ermitteln und Ernährungsempfehlungen abzuleiten. Viele Ernährungsdatensätze sind jedoch inkonsistent. Sie basieren auf unterschiedlichen Rezepturen, sind stark auf bestimmte Regionen fokussiert, zum Beispiel auf US-Küche, oder klassifizieren zu grob – „eine Portion Pasta“ statt „100 Gramm Nudeln“.

Hier setzen wir an und entwickeln einen für die wissenschaftliche Nutzung offenen Datensatz für die mitteleuropäische – insbesondere die deutsche – Küche. Jede Zutat wird über eine konsistente Ingredient-ID beschrieben, Synonyme wie Lauchzwiebel und Frühlingszwiebel werden vereinheitlicht, Zustände (z. B. roh/gekocht, essbarer Anteil) sauber erfasst und das Gewicht jeder Zutat eines Rezeptes in einem einheitlichen Schema hinterlegt. Damit wird „was“ und „wie viel“ zu einem Gericht so dokumentiert, dass es sich systematisch auswerten und vergleichen lässt. Zu jedem Gericht hinterlegen wir zudem hochauflösende Bilder über mehrere Zubereitungsstufen, Perspektiven und Aufnahmebedingungen hinweg, um auch visuelle Analyseverfahren zu unterstützen. (siehe auch Computer Vision).

Sind die Zutaten sauber erfasst und definiert, lassen sich für jedes Gericht verlässlich die Makro- und Mikronährwerte wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Vitamine oder Mineralstoffe bestimmen[AK2] . Dafür verknüpfen wir unseren Ernährungsdatensatz mit dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), der offiziellen deutschen Nährwertedatenbank.