Computer Vision – vom Bild zum Nährwert
Ein Essensfoto ist schnell gemacht, doch daraus belastbare Daten darüber zu gewinnen, was und in welchen Mengen gegessen wurde, ist echte Computer-Vision-Arbeit.
Ein Essensfoto ist schnell gemacht, doch daraus belastbare Daten darüber zu gewinnen, was und in welchen Mengen gegessen wurde, ist echte Computer-Vision-Arbeit.
Snacks und Mahlzeiten abfotografieren und die Nährwerte ermitteln.
Es wäre so hilfreich: Ernährungserfassung, die im Alltag funktioniert – per Foto, statt mühsam alle Zutaten zu wiegen und abzutippen, von den Nudeln, über die Zwiebeln und die passierten Tomaten, bis hin zu Öl und Salz.
Anhand von Rezeptedatenbanken und den dazugehörigen Essensfotos trainieren wir KI-Modelle, Speisen und Zutaten auf einem Foodpic zu erkennen und die Portionen möglichst genau abzuschätzen. Unsere mehrstufige Pipeline umfasst die robuste Erkennung der Mahlzeit, die saubere Segmentierung in einzelne Lebensmittel, die Gewichtsschätzung – und schließlich die Verknüpfung der Zutaten mit dem Bundeslebensmittelschlüssel, der offiziellen deutschen Nährwertedatenbank.
Für die Forschung bedeutet das: Eine standardisierte Erhebung von Daten zur täglichen Nahrungsaufnahme ist für die Teilnehmenden ohne viel Mühe möglich – über große Kohorten hinweg und mit konsistenter Qualität. Für die Ernährungsberatung, für Präventionsprogramme und für die medizinische Versorgung ist dies ein Weg, um die Datenqualität sowie die Teilnahmebereitschaft und das Durchhaltevermögen von Patientinnen und Patienten zu erhöhen.