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Honorarprofessor am Institut für Informatik ernannt

Am 25. Juli 2011 wurde Prof. Dr. Volker Tresp zum Honorarprofessor für Maschinelles Lernen am Institut für Informatik ernannt.
Honorarprofessor am Institut für Informatik ernannt

Prof. Dr. Volker Tresp bei der Verleihung der Urkunde zusammen mit dem Vizepräsidenten der LMU, Prof. Dr. Martin Wirsing, und dem stellvertretenden Direktor des Instituts für Informatik, Prof. Dr. Hans-Peter Kriegel.

"Die LMU nimmt die Honorarprofessur sehr ernst: Man sucht nach Persönlichkeiten von der Qualität eines MPI-Direktors", sagte Prof. Martin Wirsing, Vizepräsident der Universität, bei der Verleihung der Urkunde. "Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass diese Berufung als beispielgebend angesehen wurde und in nur sechs Monaten in allen Gremien anstandslos befürwortet wurde."

Tresp gehört zu den renommiertesten Forschern bei Siemens. Er ist einer der Siemens Erfinder des Jahres, eine Auszeichnung, die er seinen mehr als 70 Patenten zu verdanken hat. Er hat zudem weit über 100 Veröffentlichungen und über 3000 Zitierungen. Er hielt Vorträge unter anderem bei Bell Labs, Microsoft Research, NEC Labs, Xerox Parc, Yale University, Brown University, mehreren Max-Planck-Instituten und am MIT. Zum dortigen Center for Biological and Computational Learning war er für einige Monate abgeordnet.

Der studierte Physiker (Universität Göttingen) lernte während der Promotion in Yale über die Rekonstruktion tomographischer Bilder mit Hilfe optischer Rechner die damals sehr junge Neuroinformatik kennen. So kam er 1989 als Gastwissenschaftler in das Neuroinformatik-Team bei Siemens. Maschinelles Lernen hat – entgegen mancher Prognose – in den vergangenen 20 Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Noch als Gast entwickelte Tresp unter anderem ein System zur visuellen Objekterkennung industrieller Bauteile.

Bei Siemens leitete Tresp verschiedene Forschungsteams zum Maschinellen Lernen. Seine Arbeiten waren die Basis zum Einsatz Lernender Systeme in der Stahlautomatisierung. Mit diesen Innovationen wurde Siemens in den 1990er Jahren weltweiter Marktführer in der Stahlautomatisierung. Sein Team entwickelte unter anderem medizinische
Beratungssysteme (Healthman, Heartman), ein Betrugserkennungssystem für Mobilfunknetze und ein System zur Informationsextraktion aus Service-Berichten. Aktuell beschäftigt sich der Forscher vor allem mit Themen rund um Vernetzung. "Die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich durch die Vernetzung von Informationsquellen ergeben, das sind auch heute die spannenden Themen im Maschinellen Lernen, seien es Sensornetze, das Internet oder die Vernetzung von Informationen in einer Klinik", sagt Tresp.

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