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Bundesverdienstkreuz für Prof. Martin Wirsing

Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume händigte heute in München das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Wirsing aus.

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„Heute sind wir es gewohnt, mit unserem Smartphone einen intuitiv zu bedienenden und leistungsfähigen kleinen Computer in der Hosentasche zu haben. Den Weg dahin haben auch Forschende auf dem Gebiet des Software Engineering wie Sie geebnet. Denn Sie waren schon Informatik-Experte als Bill Gates‘ Firma Microsoft Anfang der 1980er Jahre ihr erstes PC-Betriebssystem MS-DOS vorgestellt hat. Sie haben sich national und international große Verdienste in Wissenschaft, Forschung und Lehre erworben. Heute ist das Programmieren dabei, die vierte Kulturtechnik mit einer Schlüsselbedeutung für alle Wirtschafts- und Lebensbereiche zu werden“, sagte Wissenschaftsminister Markus Blume.

Nach seinem Mathematik-Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Universität Paris VII war Wirsing mehrere Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem deutschen Informatik-Pionier Friedrich L. Bauer an der TU München. 1983 wurde der gebürtige Bayreuther auf den Lehrstuhl für Informatik mit Schwerpunkt Programmiersprachen an der Universität Passau berufen.

1992 übernahm Wirsing den Lehrstuhl für Programmierung und Softwaretechnik an der LMU München. Dort hatte er großen Anteil am Aufbau des Studienganges Informatik und an der Gestaltung des Instituts für Informatik, das heute in bestimmten Kompetenzfeldern Forschergruppen mit Anschluss an die Weltspitze stellt. Seine wichtigsten Forschungsgebiete reichten von Mathematischer Logik bis zu formalen Methoden der Software-Entwicklung. Wirsing entwickelte eine hochflexible Kernsprache zur Definition von Datentypen, die ihn zum Mitglied einer Gruppe von führenden Wissenschaftlern im Bereich der Programmiersprachen in Europa und weltweit machte. Auch im Software Engineering war Wirsing mit seiner Forschungsgruppe den Entwicklungen der industriellen Praxis weit voraus.

Wirsing ist Autor und Herausgeber von mehr als 20 Büchern, veröffentlichte ca. 200 wissenschaftliche Arbeiten und koordinierte verschiedene EU-Projekte. Aufgrund seiner Expertise wurde er in zahlreiche wissenschaftliche Gremien berufen und mit der Ehrendoktorwürde des Royal Holloway College der Universität London geehrt.

Neben seinem Wirken auf dem Gebiet der Informatik machte sich Wirsing um die akademische Selbstverwaltung der LMU München verdient: ab 2002 als Mitglied des Senats und von 2010 bis 2019 als Vizepräsident für den Bereich Studium. In dieser Funktion engagierte er sich vor allem für die kontinuierliche Verbesserung der Studienbedingungen, den Ausbau der Digitalisierung in der Lehre, die Akkreditierung der Studiengänge und die Lehrerbildung.

[Quelle: Bild und Text vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, https://www.stmwk.bayern.de/pressemitteilung/12480/nr-041-vom-07-03-2022.html]

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